denkmal-hetzgeshof
Hetzgeshof
Kapellenstraße 16

D-54689 Jucken
info(at)hetzgeshof-jucken.de
Tel.: +49 (0)6550 - 928878


Wie in der Unterdenkmalschutzstellung beschrieben, sind die Bauentwicklungen am Wohnhaus eindrucksvoll nach zu vollziehen. Im Grundriss ist eine offene Flurküche erkennbar mit Brunnen und Rauchfang. In Nähe der ehemaligen Feuerstelle ist die Takenwand mit dazugehöriger Takenplatte vorhanden, welche die Wärme in die gegenüberliegende Stube beförderte. Die Erweiterung um eine Fensterachse mit separatem Treppenaufgang im Jahre 1869 ist, z.B. der Grund für eine 70cm dicke Trennwand innerhalb des Flur-Küchenhauses. Darüber hinaus sind weitere Besonderheiten innerhalb des Hauses zu entdecken. Wertvolle Lambris (Wandmalereien) wurden in zwei Schlafzimmern und in der guten Stube entdeckt, nachdem Sie unter Tapeten und hinter Schränken verborgen die Zeit überdauert haben. Der Grauwackestein- sowie Schachbrettfußboden gibt dem Haus zusammen mit den alten Eichenbalkendecken und den teils originalen Türen mit Kastenschlössern ein besonderes Flair.

Dieser lokale Eifeler Bauernhauscharakter setzt sich außerhalb der Mauern fort. Dort fällt vor allem der Putz mit Kalkanstrich über den ungeraden Bruchsteinmauern auf. Darin eingebettet sind die scharrierten Sandsteingewände um Fenster und Türen. Besonders ist ebenfalls die klassizistische Haustür mit Rautenfüllung und Sonnenuhr, sowie das darüber angebrachte originale Oberlicht mit vier Blumen.

Besonders stolz sind wir auf den noch intakten Steinofen im Backhaus mit einer Größe von rund 30m³ und einem Fassungsvermögen für 12 große Eifeler Bauernbrote. Das Anfeuern durch Holzschanzen mit dem anschließenden Backvorgang nimmt mehr als einen halben Tag in Anspruch. Doch das wohlschmeckende Resultat trägt diesen Aufwand im Geschmack.

Nähere Informationen zu den stilistischen Mitteln und der Geschichte des Hetzgeshofes finden Sie bei Wikipedia!

Besonderen Dank möchten wir den folgenden Handwerkern aussprechen, welche dazu beigetragen haben, dass das Denkmal Hetzgeshof weitere Jahrhunderte in vollem Glanze erleben wird:

  • Schreinerei Himpler, Nusbaum
  • Schreinerei Fuchsen, Wolfsfeld
  • Schreinerei Kauth, Ammeldingen b. Nbg.
  • Verputzer Thielen, Lauperath

Auf dem Hetzgeshof befindet sich eine kleine Hausbibliothek mit zahlreichen Büchern über die Eifel und die Baukultur Eifeler Bauernhäuser. Diese können Sie sich bei Interesse gerne ausleihen.